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Claude Code-Permission-Anfragen vom Handy genehmigen

Aktualisiert am 31. Oktober 2026 · 6 Min. Lesezeit
Auf dieser Seite 01Warum Permission-Prompts deine Arbeit ausbremsen 02Wie der PermissionRequest-Hook für dich antwortet 03Selbst bauen 04Claude Code Notifier verwenden 05Und: weniger freigeben müssen 06FAQ

Du kannst Claude Code-Permission-Anfragen vom Handy aus genehmigen, weil Claude Code direkt vor einem Permission-Prompt einen PermissionRequest-Hook ausführt, der die Entscheidung selbst zurückgeben kann. Ein Tool, das die Anfrage an dein Handy schickt, auf deinen Tap wartet und dann allow oder deny zurückgibt, lässt dich von überall antworten. Claude Code Notifier macht das mit einem kleinen Kommandozeilen-Tool, ccn, auf Mac, Windows und Linux, plus einer iPhone- oder Android-App.

01Warum Permission-Prompts deine Arbeit ausbremsen

Im Standard-Permission-Modus fragt Claude Code nach, bevor es die meisten Shell-Befehle ausführt, Dateien bearbeitet oder eine Webseite abruft. Der Prompt wartet im Terminal, bis jemand antwortet. Bist du gerade Kaffee holen, steht die ganze Aufgabe an dieser Frage still – und du merkst es erst, wenn du zurückkommst.

Du hast drei Möglichkeiten, das zu umgehen:

  • Seltener genehmigen. Füge Allow-Regeln für Befehle hinzu, denen du vertraust, oder nutz einen großzügigeren Modus. Das passt für Routinearbeit und wird in Claude Code-Permission-Modi erklärt behandelt.
  • Benachrichtigen lassen, dann zurückgehen. Ein Notification-Hook sagt dir, dass ein Prompt wartet. Zur Tastatur zurück musst du trotzdem.
  • Aus der Ferne antworten. Ein PermissionRequest-Hook schickt die Frage an dein Handy und gibt deine Antwort an Claude Code zurück.

In dieser Anleitung geht es um die dritte Option.

02Wie der PermissionRequest-Hook für dich antwortet

Claude Code löst PermissionRequest aus, wenn ein Tool-Aufruf eine Berechtigungsentscheidung braucht. Der Hook bekommt JSON über Standard Input mit tool_name und tool_input (zum Beispiel den Bash-Befehl) sowie optional eine Liste permission_suggestions mit Regeln, die Claude Code zum Speichern anbieten würde.

Der Hook antwortet, indem er JSON wie dieses ausgibt:

{
  "hookSpecificOutput": {
    "hookEventName": "PermissionRequest",
    "decision": {
      "behavior": "allow"
    }
  }
}

behavior ist allow oder deny. Bei einer Ablehnung kannst du eine message mitgeben, die Claude den Grund erklärt, und interrupt: true, das Claude komplett stoppt. Bei einer Freigabe kann updatedPermissions Berechtigungsregeln anwenden, damit du nicht noch einmal gefragt wirst. Gibt der Hook nichts zurück, zeigt Claude Code den üblichen Prompt.

Ein Remote-Approval-Hook hat also drei Aufgaben: die Anfrage dorthin schicken, wo du sie siehst, auf eine Antwort warten und das richtige JSON ausgeben, bevor der Hook in den Timeout läuft. Die komplette Feldliste und ein funktionierendes Skript findest du unter Berechtigungsanfragen per Hook beantworten.

Den Hook registrieren

Hooks stehen in ~/.claude/settings.json (für alle Projekte) oder .claude/settings.json (für ein Projekt):

{
  "hooks": {
    "PermissionRequest": [
      {
        "matcher": "*",
        "hooks": [
          { "type": "command", "command": "/path/to/your-approval-script" }
        ]
      }
    ]
  }
}

Der Matcher filtert nach Tool-Namen, mit "Bash" würden also nur Shell-Befehle an dein Handy gehen. Command-Hooks haben einen Standard-Timeout von 600 Sekunden – länger kann ein Hook nicht auf dich warten.

03Selbst bauen

Eine selbstgebaute Lösung ist möglich. Typischerweise schickt man die Anfrage an einen Push-Dienst wie ntfy, mit zwei Action-Buttons, die einen kleinen Web-Endpoint aufrufen, und der Hook pollt diesen Endpoint, bis eine Antwort kommt oder ein Timer abläuft. Für den Sende-Teil siehe Claude Code-Push-Benachrichtigungen mit ntfy.

Zeit kosten vor allem die Randfälle:

  • Du sitzt an der Tastatur. Wenn der Hook immer aufs Handy wartet, kannst du währenddessen nicht im Terminal antworten. Ein guter Hook merkt, dass du da bist, und hält sich raus.
  • Timeouts. Der Hook muss vor dem Timeout von Claude Code aufgeben und sauber zurückfallen.
  • Vertrauen. Wer deinen Callback-Endpoint erreicht, kann Befehle auf deinem Rechner freigeben. Er braucht Authentifizierung.
  • Mehrere Sessions. Jede Anfrage muss bei der richtigen Session ankommen und dorthin zurückfinden.

Wenn dir so etwas Spaß macht, ist das ein gutes Wochenendprojekt. Wenn es heute laufen soll, spart dir ein fertiges Tool die Arbeit.

04Claude Code Notifier verwenden

Claude Code Notifier ist ein unabhängiges Tool von TouchTap Ltd. Es stammt nicht von Anthropic und ist nicht mit Anthropic verbunden. Es besteht aus zwei Teilen: ccn, einem kostenlosen Kommandozeilen-Tool für Mac, Windows und Linux, und Apps für iPhone und Android.

1. ccn installieren

Auf Mac und Linux:

curl -fsSL https://claudecodenotifier.com/install.sh | sh

Unter Windows in PowerShell (die Windows-Unterstützung ist in der Beta):

irm https://claudecodenotifier.com/install.ps1 | iex

Installation per Homebrew, npm oder Plugin findest du auf der ccn-Seite. Die Installation fügt ~/.claude/settings.json sieben Hook-Einträge hinzu, die jeweils ccn hook ausführen, und legt ein Backup der Datei an. Einer davon ist der PermissionRequest-Hook. ccn läuft ein paar Millisekunden, wenn Claude Code es aufruft, und beendet sich dann. Im Hintergrund läuft nichts, und es funktioniert in jedem Terminal, auch in IDE-Terminals.

2. Handy koppeln

Führ ccn pair aus und scanne den QR-Code oder gib den 6-stelligen Code aus der App ein. Die Schritt-für-Schritt-Anleitung für jedes Betriebssystem findest du unter Handy mit Claude Code verbinden.

3. Direkt aus der Benachrichtigung antworten

Wenn Claude eine Berechtigung braucht und du nicht da bist, zeigt dein Handy, was es tun will, etwa den Befehl, den es ausführen möchte. Du kannst:

  • Einmal erlauben, nur für diesen Aufruf.
  • Für die Session erlauben, damit dieselbe Art von Anfrage in dieser Session nicht nochmal fragt.
  • Ablehnen, und Claude macht weiter und weiß, dass es abgelehnt wurde.

Der Hook gibt deine Antwort zurück und Claude macht weiter.

Was passiert, wenn du am Schreibtisch sitzt

ccn prüft, ob du da bist. Hast du in den letzten 30 Sekunden getippt, wartet nichts: Das Terminal fragt wie gewohnt, und aufs Handy kommt höchstens ein Hinweis. Bist du weg, wartet das Terminal auf die Antwort vom Handy, bis zu einer Obergrenze, die du festlegst, und hört sofort auf zu warten, sobald du die Tastatur berührst. So kannst du immer dort antworten, wo es gerade näher ist.

Die Obergrenze ist eine Einstellung:

ccn config set hold_ceiling_seconds 900

Sie liegt zwischen 30 und 3600 Sekunden, Standard ist 600. Mit presence_threshold_seconds änderst du das 30-Sekunden-Fenster. Die meisten Einstellungen kannst du auch pro Rechner in der App ändern.

Prüfen, ob es funktioniert

ccn doctor   # checks hooks, credentials, server connection and presence detection
ccn test     # sends a test notification

Die Apps kannst du kostenlos herunterladen; zur Nutzung brauchst du ein Abo oder einen Lifetime-Kauf. Siehe Preise. Ohne Handy zeigt ccn trotzdem kostenlos eine Desktop-Benachrichtigung auf dem Rechner, wenn Claude eine Berechtigung braucht.

05Und: weniger freigeben müssen

Remote-Freigaben funktionieren am besten zusammen mit sinnvollen Allow-Regeln. Wenn du npm test zwanzigmal am Tag freigibst, füge eine Regel wie Bash(npm test *) zu permissions.allow hinzu und heb dir dein Handy für die Anfragen auf, die einen Blick verdienen. Lies den Befehl, bevor du auf einem kleinen Bildschirm freigibst. Worauf du achten solltest, steht in Ist es sicher, Claude Code-Aktionen vom Handy aus freizugeben?.

06FAQ

Kann Claude Code ohne zusätzliches Tool auf meinem Handy um Erlaubnis fragen?

Mit der Remote-Control-Funktion von Anthropic kannst du in unterstützten Plänen eine lokale Session in der Claude-App oder auf claude.ai/code fortsetzen und dort auch Prompts beantworten. Ein hook-basiertes Tool wie Claude Code Notifier funktioniert anders: Remote Control muss nicht aktiviert sein, und es schickt dir nur die Momente, in denen du gebraucht wirst. Einen Vergleich findest du in Claude Code vom Handy aus nutzen.

Was passiert, wenn ich auf dem Handy nicht antworte?

Mit ccn wartet der Hook bis zu dem Wert, den du in hold_ceiling_seconds eingestellt hast. Wenn du vorher zurückkommst und die Tastatur benutzt, hört er auf zu warten, und du beantwortest den Prompt im Terminal.

Ändert „für die Session erlauben“ meine settings.json?

Nein. Das gilt nur für diese Session. Um etwas dauerhaft zu erlauben, füge eine Allow-Regel in /permissions oder in deiner Settings-Datei hinzu.

Funktioniert das unter Windows und Linux?

Ja. ccn läuft auf Mac, Windows und Linux, und die Handy-App funktioniert mit allen drei. Die Unterstützung für Windows ist noch in der Beta.

Kann ich es mit mehreren Computern nutzen?

Ja. Ein Handy kann mit mehreren Computern gekoppelt werden, und ein Computer mit mehreren Handys. Mit ccn devices listest du gekoppelte Handys auf oder entfernst sie.

Claude Code Notifier Bekomm einen Push aufs Handy, wenn Claude Code fertig ist oder dich braucht, und genehmige, lehne ab oder antworte direkt von dort. Das Kommandozeilentool ccn ist kostenlos für Mac, Windows und Linux.
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Claude Code Notifier ist eine unabhängige Drittanbieter-Anwendung. Sie steht in keiner Verbindung zu Anthropic, PBC und wird von Anthropic, PBC weder unterstützt noch gesponsert. „Claude“ und „Claude Code“ sind Marken von Anthropic, PBC.

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